Travelog Mailand

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Endlich ist er da, unser – beziehungsweise mein Mailand Reisebericht mit kleinem Guide, was Restaurants, Cafés und Sehenswürdigkeiten angeht. Wie ihr sicher mitbekommen habt, war ich im September zur Fashionweek dort. Leider ohne A, was aber zu einem völlig neuen Reiseerlebnis geführt hat, von dem ich euch heute gerne berichten möchte. Vorweg kann ich aber schon mal sagen, dass ich mein Herz einmal mehr an Italien und die Italiener verloren habe. 

Mailand war für mich eine ganz besondere Erfahrung und wie bereits erwähnt hat es meine Einstellung zum Reisen grundliegend verändert.  Für mich war es immer wichtig, die Erlebnisse, die man während des Reisens hat, mit jemanden teilen zu können. Das ist auch nach wie vor schön, aber dieser Trip hat meinen Horizont was das angeht definitiv erweitert. Vorweg hatte ich natürlich so meine Bedenken, das ganz alleine zu machen, aber ich wollte einfach schon immer mal nach Mailand – völlig unabhängig von dem, was man so auf Social Media davon sieht. Irgendwie hatte es sich jedoch nie wirklich ergeben, denn zu jeder Fashionweek hatten wir andere Termine und auf Anjas Bucket List stand es auch nicht gerade ganz oben, sodass wir es irgendwie nie geschafft haben. Dieses Jahr wollte ich aber unbedingt hin, jedoch überschnitt es sich mit Anjas bereits gebuchtem Familienurlaub. Wir haben hin und her überlegt, ob sie vielleicht nachkommt, oder wie wir das sonst möglich machen, sind aber zu dem Schluss gekommen, dass wir da keine gute Lösung finden und so beschloss ich kurzerhand, den Trip alleine anzugehen.

 

 

Schon bei der Buchung war ich in voller Vorfreude, allerdings auch leicht überfordert. Bei meiner Recherche im Vorhinein hat sich außerdem relativ schnell herauskristallisiert, dass es mit Sehenswürdigkeiten in Mailand eher mau aussieht. Außer dem Dom schien es nichts zu geben, das man unbedingt gesehen haben musste, was mich dann doch etwas enttäuschte und mir einen kleinen Dämpfer verpasste. Nichts desto Trotz machte ich mir ein paar Tage vorher nochmal einen ausführlichen Plan und hatte somit 6 Punkte, beziehungwseise Orte, die ich sehen wollte (bis auf einen habe ich tatsächlich auch alle – sogar alleine – geschafft und mir angeschaut). 

Aber fangen wir mal von vorne an: Ich flog nach Malpensa, der Flughafen ist etwas außerhalb und ich bin dann relativ easy mit dem Bus ca eine halbe Stunde zum Hauptbahnhof gefahren und von dort aus ein paar Stationen zu meinem Apartment.  Die Mädels von dem Air B&B waren super lieb und haben sich komplett drauf eingestellt wann ich kam, das war für mich super unkompliziert und nach der Schlüsselübergabe und einem schnellen Outfit Change bin ich schon los gefetzt zu meinem ersten Punkt, dem Rosa & Co Cafe.

 

 

ROSA & CO CAFE:

Dieses Cafe hat erst vor einem Monat eröffnet und wird von einer super lieben Asiatin geführt, die mir auch gleich anbot, Fotos von mir zu machen. Das Cafe in im wunderschönen Stadtteil Brera, welches auch mein liebster Stadtteil werden sollte (von meinem Appartement aus läuft man allerdings ca 40 Minuten und da ich nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln gefahren, sondern wirklich gelaufen bin, hat alles etwas gedauert). Das Interieur in diesem Café ist jedoch ein absoluter Mädchen Traum, alles in Marmor, Gold und Rosa, sogar das Besteck. Hier sieht trotzdem nichts billig oder trashig aus, sondern alles ist sehr hochwertig gestaltet und somit der absolute Instagram Traum. Ich habe mich sehr wohlgefühlt und mir einen Cappuccino, sowie ein Törtchen und einen Obstsalat gegönnt. 

 

 

Noch am gleichen Tag ging es für mich dann zur Aigner Fashion Show, die auf einem Militärgelände stattfand. Überall Militär Autos und trommelnde Militärs, was auf jeden Fall ein spannendes Ambiente ergab. Die Show war eigentlich der einzige, feste Termin, den ich mir in meinen Mailand Aufenthalt geplant habe, worüber ich eigentlich auch ganz froh war. Die Show und die Kollektion selbst war dann an den Dadaismus gelehnt. Es waren einige tolle Teile dabei, in die ich mich sofort verliebt habe und vor allem auch von den Models, die ich davor Backstage beobachten und teilweise fotografieren durfte, war ich wahnsinnig begeistert. Sie hatten wirklich eine unglaublich tolle Ausstrahlung. 

 

 

Nach der Show gingen Nina, Patrick , Vicky und ich dann noch auf einen typisch italienischen Aperitivo in ein sehr nostalgisches Restaurant/Bar , das Officine Riunite Milanesi. Man bezahlt da zwar für einen Drink ca 20 Euro, bekommt dafür dazu aber auch einige üppige Snacks und wirklich unfassbar leckere Kartoffelchips. 

Am nächsten Tag hatte ich leider von meinen neuen Boots meine ganzen Füße voller Blasen, aber da ich nur diese Schuhe dabei hatte,  musste ich da wohl oder übel durch. An diesem Tag bin ich laut meinem Handy ca 14 Kilometer gelaufen… 

 

 

Mein erster Stop an Tag 2 war das  Pave Milano Cafe,  welches nur 2 Minuten von meiner Wohnung entfernt war. 

Pave Milano Cafe : Ein super süßes Cafe mit schlichtem, aber buntem Design und einigen großen Tischen an denen sich verschiedene Leute zusammensetzen. Dort habe ich dann gleich mal mit einem Italiener darüber gequatscht, was man so alles sehen muss. Auf jeden Fall eine sehr schöne Sache und ich finde es ja immer klasse, auch mal mit Einheimischen ins Gespräch zu kommen. 

 

 

Danach fragte mich Janina ob ich sie zu zwei Präsentationen begleiten wollte. Auf dem Weg dorthin genoss ich es, allein durch die Straßen zu schlendern. Das Wetter war absolut perfekt. Ich hatte geschlossene Schuhe an und ein Kleid mit langen Ärmeln und ich hab weder geschwitzt, noch gefroren. Dieses Wetter gibt es bei uns in Deutschland ungefähr drei Tage im Jahr. 

CAFE PRINCI:  Zwischen zwei Präsentationen entdecken wir das PRINCI, das ist wohl eine Kette in Italien/Mailand  und der absolute Wahnsinn. Es ist eine Art Bäckerei, in der es auch Pasta und Pizza gibt. Dort habe ich eine Lasagne gegessen, die mich absolut umgehauen hat und vom Preis her konnte man auch nichts sagen. Mit Getränk habe ich 8 Euro bezahlt und man kann dort sogar relativ gemütlich sitzen. Rund herum waren eigentlich eher Geschäfte aus dem Luxus Segment, aber die Straßen sind wirklich wahnsinnig schön. Gegenüber war auch direkt dieser bekannte Zeitungsstand, den man wirklich bei ausnahmslos jedem Influencer, der in Mailand war, gesehen hat. Bei mir natürlich auch…

Kommen wir nun also schon zu Tag 3, dem Sonntag. Das war der Tag, an dem ich noch einige Sehenswürdigkeiten abhaken wollte und der Tag an dem ich mit Abstand am meisten gelaufen bin, nämlich knapp 18 Kilometer. 

Ich habe meinen Tag im Museo de Novecento gestartet.

 

 

Museo de Novecento 900 : 

Dieses Museum ist direkt neben dem Dom und befindet sich in einem schönen Gebäude, das von einem Gläsernen Raum ganz oben (es ist keine Kuppel, schwer zu beschreiben) geziert wird. Dieser Raum war leider gesperrt als ich kam, was wahnsinnig schade war, da ich den Blick von dort oben sehr gerne genossen hätte. Allerdings gibt es einige gläserne Gänge, von wo aus man ebenfalls einen schönen Blick auf die Straßen Mailands hat.  Für Kunstinteressierte lohnt es sich auf jeden Fall. 

 

 

Nach dem Museum machte ich noch einen kurzen Stopp in der Eisdiele Grom. Die ist ziemlich gehypt und angeblich ein Muss. 2,60 Euro für eine Kugel Eis fand ich allerdings schon etwas überteuert. Die Eisdiele ist sicher nicht schlecht, aber meiner Meinung nach kein absolutes Muss. 

Danach machte ich mich mit Janina auf den Weg nach Navigini zu einer Kollektionspräsentation.

 

 

Auf dem Weg dorthin aßen wir etwas im Farini . Das ist ein guter Stop für einen Snack, auch wenn die Pizza mich nicht zu 100 Prozent überzeugt hat. Janinas Salat war aber wohl sehr gut.

 

Nagvili ist ein super süßer Stadtteil, der am Fluss gelegen ist. Vor allem abends zum Essen soll es hier sehr nostalgisch sein. Insgesamt wirkte der Stadtteil etwas mehr Berlin Style , viele Graffitis und bunte Hauswände und es war auf jeden Fall gut, es mal gesehen zu haben. Mir hat allerdings Brera etwas besser gefallen, weil es noch „süßer“ war. 

 

 

In Nagvili haben wir uns dann eine wahnsinnig beeindruckende Präsentation von Manuel Faccini angeschaut. Die Models standen auf  5 cm hohen und mit Wasser befüllten Platten in einer alten Tiefgarage mit viel Nebel und mystischem Licht. Man konnte sich die Kollektion in Ruhe anschauen und durfte Bilder von den Models machen. Danach ging es dann noch zu einer weiteren Show zurück ins Novecento Museum. Dieses mal zu Ujoh. Zu sehen gab es eine sehr tragbare und schlichte Kollektion mit einigen tollen Teilen. 

 

 

Am Sonntag Abend war ich dann noch mit Sarah im Obica essen.
Obica: Dieses Restaurant ist ein kleines, süßes, eher modern gestaltetes Restaurant in  einer Straße des Stadtteils Brera und es hat es mir wirklich angetan. Hätte ich nicht so weit dorthin laufen müssen, wäre ich sicher jeden Tag dort gewesen. Das Essen im Obica war wahnsinnig lecker, ich hatte an sich super langweilige Pasta mit Tomatensoße und Büffel Mozzarella und es waren wohl die leckersten Nudeln, die ich je gegessen habe. Ich hatte fast vergessen wie lecker alles in Italien schmeckt und es ist wirklich überhaupt nicht zu vergleichen mit den meisten Italienischen Restaurants hier in Deutschland. Die Portionen waren tatsächlich nicht die größten aber es war wahnsinnig lecker und hat mit Nachtisch dann auf jeden Fall gereicht. 

Nach diesem Tag bin ich wirklich nur noch tot ins Bett gefallen. 15 Kilometer, diverse Blasen an den Füßen und ein blauer Zehennagel dank zu enger Schuhe ( I mean… WTF!?) hatten mich dann doch ziemlich geschafft. 

 

 

Montag. Mein letzter Tag und der einzige Tag, den ich komplett alleine verbracht habe, was ich tatsächlich auch mal ziemlich genossen habe. Generell waren die Momente, in den ich die Stadt allein erkundet habe, die schönsten, denn allein saugt man alles ganz anders auf. Alles ist so intensiv und schön und man versucht jeden Moment so lange es geht zu genießen und in seinem Kopf festzuhalten. Dieses Erlebnis war für mich unbeschreiblich.  Nichts desto Trotz hatte ich natürlich auch mit meinen Kollegen super viel Spaß, aber es war wirklich toll, dann am Ende auch mal ganz alleine zu sein.

 

 

Ich machte mich also am Morgen auf den Weg, um endlich den Dom zu besteigen. Wenn ich schon mal da war, wollte ich definitiv auch ganz oben rauf. Da ich mit der Ticketauswahl irgendwie überfordert war und auch nicht allzu viel Zeit hatte, entschied ich mich dafür, ein Ticket zu wählen, mit dem man lediglich mit dem Aufzug hoch aufs Dach fahren kann. Obwohl ich direkt um halb 10 dort war, wartete ich noch ca 25 Minuten, da es dort strenge Taschenkontrollen gibt. Alles fast wie am Flughafen. Schon beim Warten konnte ich einen Bick durch die Fenster des Doms werfen und schon das war ziemlich beeindruckend und schöner, als ich es mir vorgestellt hatte. Oben angekommen war ich überwältigt von dem Blick auf den Vorplatz und über ganz Mailand – sogar Berge sah ich. Wirklich wunderschön. Ich suchte mir eine ruhige Ecke auf dem hinteren Teil des Daches und genoss die Wärme der Sonne auf meiner Haut Ich bin da bestimmt eine Stunde lang nur gesessen, habe geguckt und genossen und war einfach rundum glücklich.

 

 

Wieder unten angekommen musste ich dann doch noch einen klassischen Touri Hotspot abhaken. Ich bin zu Luinis gegangen, direkt in einer Seitenstraße des Doms.

Bei Luinis gibt es sowohl süße als auch herzhafte Panzerotti. Empfangen wird man gleich mal von einem Türsteher, der einem verbietet Fotos zu machen. Ich wurde natürlich auch sofort ermahnt. Aber ich kann trotzdem sagen, der Laden ist super süß italienisch und die Panzerotti schmecken herrlich.  Ich hatte eins mit Mozzarella und scharfer Salami, es sah aber einfach alles so gut aus. Gegen Mittag steht man dort bis auf die Straße in einer Schlange, weshalb ich nur dazu raten kann, früh dort hin zu gehen. Und beachtet die Öffnungszeiten, da der Laden nicht jeden Tag geöffnet hat. 

 

 

Danach ging ich noch auf Souvenir-Suche. Ich bin schon immer jemand gewesen, der sich gerne Kleinigkeiten aus anderen Städten und Ländern mitnimmt, zur Erinnerung.  Im besten Fall etwas, was man in Deutschland nicht bekommt. Auf der Suche danach bin ich auf ein wahnsinnig tolles Geschäft gestoßen, das Excelsior: 

Dieser Concept Store reicht über 4 Etagen und führt alles von Accescoires über Streetwear-, Männer und Damenmode. Es ähnelt eigentlich eher einem Designer Pop up. Unten findet man eine tolle Auswahl von Interior /Schmuck, Büchern und anderen Kleinigkeiten. Alles ist sehr fancy gestaltet und ich glaube hier sagen die Bilder mehr als Worte. Ich muss zugeben, die meisten Sachen sind sehr teuer, aber wenn man mal auf der Suche nach einem besonderen Stück ist, ist der Laden genau das richtige. Gerade im Erdgeschoss findet man auch etwas für den kleineren Geldbeutel. Ich habe ein total süßes paar Ohrringe dort gefunden und das war ein mehr als gelungener Abschluss für meinen Mailand Trip, denn danach ging es für mich auch schon zum Busbahnhof.

 

 

Hin bin ich ja geflogen, aber auf dem Rückweg habe ich den Bus genommen, was wirklich überhaupt kein Problem war (außer verhältnismäßig langen Wartezeiten und vielen Kontrollen an den Grenzen). Ich habe vor allem, als es noch hell war, die Fahrt durch die italienische Landschaft total genossen und hatte wirklich einen rundum gelungenen Trip.

Abschließend kann ich sagen, dass einen alleine reisen definitiv verändert, auch wenn ich die meiste Zeit gar nicht alleine war. Trotzdem musste ich alles alleine planen, musste schauen, wo ich hin muss und mich selbst um mein Zeug kümmern. Vor allem den Bilder Content für Instagram zu produzieren, wenn man selbst drauf sein soll, ist wahnsinnig schwierig. Die meiste Zeit habe ich Touristen gefragt und da kann man natürlich nicht alles so fancy umsetzen, wie man es vielleicht möchte. Da merkt man auf jeden Fall, wie gut es ist, dass man sonst zu zweit und vor allem ein eingespieltes Team ist.  Sicherlich ist es immer schön beim Reisen das Erlebte mit jemandem zu teilen, dennoch kann ich jedem raten mindestens einmal im Leben eine Reise allein zu bestreiten, da man so viel über sich selbst lernt.

Übrigens geht es für mich schon bald wieder alleine los, dieses mal jedoch um einiges weiter weg, als ‚nur’ Mailand. Ihr dürft also gespannt bleiben…

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