Turning 28

Ja es ist mal wieder soweit: Ein neues Lebensjahr ist vorbei und ich sitze hier und frage mich, wie das eigentlich passieren konnte, dass es schon 10 Jahre her ist, dass ich 18 geworden bin. Jetzt, mit 28 fühle ich mich einerseits steinalt, manchmal jedoch trotzdem nicht weiser. ‚Gefeiert‘ haben wir übrigens ganz entspannt beim Brunch bei uns daheim. Genau das Richtige für mich Geburtstagsgrinch. Ich habe mit dem Älterwerden ja so meine Probleme und scheitere jedes Jahr wieder filmreif daran, es mit Fassung zu tragen. Nichts desto trotz gibt es hier heute 15 Dinge, die ich meinem 18 jährigen Ich gerne sagen würde. Bitte mit Humor und einer guten Prise Salz genießen.

1. Es gibt für alles Youtube Videos.

Als ich 18 war, habe ich gerade angefangen, Schminkvideos auf Youtube anzuschauen und Holla, das hat mein Leben verändert. Damals war das noch relativ neu und es gab nur eine Hand voll YoutuberInnen, die sich vor die Kamera gesetzt und ein dramatisches Augenmakeup geschminkt haben. Heute bringt sich das wohl jeder Teenie mit spätestens 13 bei, aber damals war das höchst innovativ. Mittlerweile gibt es ja Gott sei Dank für alles ein Youtube Video. Von ‚Wie mache ich einen Hefeteig im Thermomix’ bis hin zu ‚Wie schließe ich eine Badezimmer Armatur an’. Thanks Youtube. Hätte ich das damals mal gewusst.

2. Schlanker wirst du nicht.

Der Klassiker. Mit 18 war ich mega unzufrieden mit meiner Figur und das, obwohl ich rund 10 Kilo weniger gewogen habe, als heute. Rückblickend gesehen habe ich damals wirklich meine Zeit verschwendet mir darüber Gedanken zu machen. Aber so ist das wohl…

3. Auto fahren wird dir auch in 10 Jahren noch keinen Spaß machen.

Ich habe die Fahrschule gehasst. Ich habe zu den Leuten gehört, die mit einem ‚Gott sei Dank, jetzt muss ich nie wieder Auto fahren’ aus der Prüfung kamen. Auf dem Land war der Führerschein aber überlebenswichtig und ich dachte mir, ich würde mich schon irgendwie dran gewöhnen. Fakt ist: Ich mag’s immer noch nicht und fahre nur, wenn ich muss. Ob das wohl irgendwann noch was wird?

4. Eine Kurvendiskussion brauchst du nie wieder.

Immer das Gleiche. Jeder Mathelehrer redet einem während der Schulzeit ein, dass man das fürs Leben lernt und ich habe mir damals schon gedacht, dass das ja wohl nicht sein kann. Zehn Jahre später kann ich sagen: Prozentrechnen sollte man wohl wirklich können. Aber eine Kurvendiskussion, E Funktionen und all den ganzen anderen Käse hab ich nie wieder gebraucht und werd es auch ziemlich sicher nicht mehr.

5. ‚Wir bleiben wach bis die Wolken wieder lila sind’ – dafür wird man ganz schnell zu alt. 

Zugegebenermaßen: Ich bin immer noch eine Eule und keine Lärche. Das war schon immer so und wird sich wohl auch nicht ändern. Sich ganze Nächte um die Ohren hauen und im Morgengrauen Barfuß heimschlurfend – dafür bin zumindest ich aber ganz schnell zu alt geworden. Mein Schlaf ist mir mittlerweile heilig.

6. Hättest du mal den teureren Alkohol gekauft…

Ebenfalls ein Klassiker: Mit 18 hat man noch den 7 Euro Wodka vom Discounter getrunken, weil das damals eben alle so gemacht haben. Am Tag danach hat sich das dann meistens gerächt. Mittlerweile bin ich, was das angeht, etwas anspruchsvoller, aber der 7 Euro Wodka gehört halt auch zum Erwachsenwerden dazu.

7. Das Abitur ist nicht die größte Prüfung im Leben.

Bei weitem nicht… Wie naiv man doch damals war. Aber mit 18 ist es teilweise das krasseste, was man sich vorstellen kann und das ist auch okay so. Das, was danach kommt, kommt noch früh genug.

8. Die Wahrscheinlichkeit, dass du mit 25 verheiratet bist, ist eher gering.

Mit 18 dachte ich immer: 25, das ist so weit weg. Bis dahin bin ich verheiratet. Pustekuchen. Mittlerweile bin ich 28 und wahrscheinlich weiter davon weg, zu heiraten, als ich es mit 18 war. Sich mit 18 einen Plan zu machen, ist völlig normal. Dass er auch aufgeht, kommt aber selten vor. Mittlerweile mache ich eigentlich keine Pläne mehr. Es kommt zumindest bei mir eh immer völlig anders.

9. Blond ist nicht deine Haarfarbe.

Könnt ihr euch das vorstellen? Bis zu meinem 19. Geburtstag war ich strohblond. Fast so blond, wie Eileen. Als Blondine gefühlt habe ich mich aber nie und deshalb war es die beste Entscheidung meines Lebens, mit 19 von Blond auf Brünett zu wechseln.

10. Deine Brüste sind toll.

Ja auch das ist ein Thema. Mit 18 war mir nicht klar, wie viele Frauen und Mädchen unzufrieden mit ihrer Oberweite sind. Für mich war immer alles ok, ich war aber auch nie wirklich stolz auf meinen Busen. Er war eben okay. Seit ich es bei mehreren Freundinnen miterlebt habe, wie unzufrieden sie sind und was sie teilweise haben ändern lassen, weil es nicht anders ging, weiß ich das viel mehr zu schätzen.

11. Du wirst genau wie deine Mutter.

Etwas, was man mit 18 nicht hören will. Man denkt sich immer: Ich werde ganz anders, wie meine Mutter. Pustekuchen. Ich entdecke so viele Eigenschaften an mir, die meiner Mama extrem ähneln. Und wisst ihr was? Ich finde es super, denn meine Mama ist super. Wenn ich Zeit habe, bügle ich also meine Geschirrtücher, ich kann das Haus nicht verlassen, wenn das Bett nicht ordentlich gemacht ist und auch die Reiberdatschi schmecken genau wie bei Mama.

12. Du wirst dein Geld mal lieber für einen Bräter ausgeben, als für Schminke. 

Ja, auch das hätte ich damals mit Sicherheit nicht geglaubt. Mittlerweile ist es aber wirklich so und ich kaufe mir lieber einen Thermomix, als eine Handtasche.

13. Sex wird besser, je älter man wird. 

Ist so. Ich bin zwar noch nicht sooo alt und weiß nicht, was da noch alles passiert, aber in der Hinsicht möchte ich nicht mehr 18 sein… Ausführen werde ich das jetzt nicht, aber ich denke, dass vor allem wir Frauen zwischen 20 und 30 extrem viel über unseren eigenen Körper lernen. Außerdem schlafen wir dann in den meisten Fällen mit Männern und nicht mehr mit Jungs was ja auch einen kleinen Unterschied macht.

14. Behalte die Schlagjeans, denn sie werden wiederkommen.

Hüftjeans unterdessen….werden hoffentlich nie wieder kommen. Und das mit dem Hüftspeck wird ja auch nicht besser, siehe Punkt 2.

15. In 10 Jahren wirst du dich nicht mehr aufbitchen, wenn du weggehst.

Hätte man mir das damals gesagt, hätte ich gelacht. Es war mit 18 völlig normal, sich auf 15cm Stilettos zu stellen und das nuttigste Kleid der Welt anzuziehen, um dann in den Q Club zu gehen. (Kennt den noch irgendwer?) Mittlerweile gehe ich ja eh sehr selten feiern und wenn dann definitiv mit Booties und sicher nicht mit High Heels. Braucht kein Mensch mehr. Der Schmerz war unerträglich.

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  • Hallo A,

    Ich bin 24, also mittendrin, und kann deine 15 Punkte direkt so unterschreiben 😄 Es läuft immer anders als geplant und das ist auch gut so.
    Deswegen mein Motto „planlos geht mein Plan los“ 😄😄

    Noch einen schönen Sonntag !

  • So ein schöner Sonntagstratsch! Habe mich richtig gefreut, dass es wieder einen gibt. 😍 Bitte mehr davon!! 🙏🏼
    Liebe Grüße Nicola 🌞

  • Ich musste sehr bei all deinen Punkten schmunzeln und unterschreibe diese mit Anfang 30 sofort 😀
    Alles gute nachträglich meine Liebe und glaube mir, du musst keine Angst vorm Älter werden haben. Ich hatte damals auch ganz große Probleme als es auf die 30 zuging, und was ist passiert nichts, ich fühle mich besser als je und das Leben macht noch mehr Spaß als vorher 😉
    Liebst Kathi

  • Das ist wirklich ein total schöner und unterhaltsamer Post. Ich bin inzwischen 29 Jahre, mache mir langsam Gedanken über die dreißiger, aber da mein Leben ganz anders verlaufen ist, als ich es mit 18, während meines Jurastudiums, vermutet habe, gehe ich das jetzt auch ganz locker an.
    Ich bin gespannt was kommen wird und freue mich darauf.
    Vielen dank für diesen schönen Post!
    Ganz viele liebe Grüße
    Julia