Skincare Series // The Ordinary Review

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Immer wieder kam in den vergangenen Monaten über Instagram die gleiche Frage: „Hast du schon mal Produkte von ‚The Ordinary’ ausprobiert und wenn ja, wie ist deine Meinung dazu?“ Ich musste bisher auf diese Frage immer mit „Nein“ antworten, da ich die Marke zwar kannte, mir aber einige Reviews dazu angeschaut und gelesen hatte und die Produkte zwar irgendwie interessant waren, jedoch nicht genug, dass ich sie mir zuzulegen, wo ich doch Hautpflege Produkte en masse besitze, mit denen ich super zurechtkomme. Da die Frage aber immer häufiger kam und die Neugier irgendwann dann doch zu groß wurde, habe ich schlussendlich eine Großbestellung getätigt und in den letzten zwei Monaten einige Produkte getestet. Mittlerweile habe ich eigentlich zu allen eine mehr oder minder klare Meinung und ich denke, dass ich lange genug ausprobiert habe, um diese mit euch zu teilen. 

Gleich vorweg wie immer der Disclaimer: Was für mich funktioniert, muss nicht für dich funktionieren und anders herum. Ein Produkt ist zum Beispiel dabei, das ich grauenhaft finde und meine Schwester liebt es. Als kleine Referenz: Ich bin 29 Jahre alt, habe eine normale Haut die auch nicht sonderlich sensibel ist und bin Acids, Retinol und andere active ingredients gewohnt. An sich also gute Voraussetzungen für so einen Rundum Test, auch wenn ich natürlich schon ein bisschen Sorge hatte, dass die Nummer für mich in einer perioralen Dermatitis endet. Das ist aber zum Glück (bis jetzt) nicht passiert, also toi toi toi, dass es so bleibt. Einige der Produkte werde ich nämlich definitiv weiter benutzen. 

Ich werde alles, was ich ausprobiert habe, thematisch und Produkt für Produkt mit euch durchgehen. Ich werde euch sagen, was das Produkt tun soll, ob es das für mich getan hat, wie ich die Konsistenz und die Formulierung fand und ob ich es weiter benutzen / nachkaufen würde, oder nicht. 

Direct Acids

Den Anfang machen heute gleich mal die direct Acids. Das ist eine Produktgruppe, die für mich besonders spannend war, denn ich liebe vor allem AHA Produkte und nutze sie schon seit Jahren. Angefangen damals mit dem Glow Tonic von Pixi, das ich nach wie vor gerne benutze bis hin zu Good Genes von Sunday Riley, meinem go to AHA Produkt momentan. Preislich liegt zwischen den Produkten von The Ordinary und Good Genes undhefähr der Faktor 20, weshalb ich natürlich ultra gespannt war, ob irgendwas davon mein geliebtes Good Genes wenigstens halbwegs ‚ersetzen’ könnte. Ich habe also ein Produkte bestellt, das wie Good Genes auch Glycolsäure enthält, eines das Lactic Acid enthält (so wie das ‚alte’ Good Genes, das man mittlerweile nur noch in den USA bekommt) und einmal Mandelic Acid. Außerdem kommt noch Azelaic Acid hinzu, aber dazu ebenfalls gleich mehr. 

Mandelic Acid 10% + HA

Mandelic Acid 10% + Hylauronsäure hat eine ölartige Formulierung, was ich bei Acids so noch nie gesehen habe. Das Molekül von Mandelic Acid ist um einiges größer, als das von Lactic acid oder Glycolic acid, weshalb es die Haut relativ langsam penetriert und somit verhältnismäßig schonend und sanft ist. Das habe ich persönlich auch gemerkt, denn während bei Good Genes oder auch dem Lactic Acid Produkt von The Ordinary meine Haut zumindest kribbelt, habe ich hier nach dem Auftragen rein gar nichts gemerkt. Für mich persönlich ist die Peeling Wirkung hier auch nicht unbedingt stark genug, da ist meine Haut einfach anderes gewohnt. Ich finde das Produkt aber nicht schlecht, auch wenn ich persönlich die Ölformulierung etwas ungewohnt fand und mir der Effekt wie erwähnt nicht stark genug war. Für ‚Anfänger’ im Bereich Acids könnte das aber genau das richtige sein. Ebenso wenn man beispielsweise schon festgestellt hat, dass man Glycolic Acid noch so gut verträgt. Dann kann man das auf jeden Fall ausprobieren!

Lactic Acid 10% + HA

Kommen wir also zu einer Stufe stärker, bzw einem etwas kleineren Molekül, das somit die Haut schneller und tiefer penetriert. Die Rede ist von Lactic Acid und hier hat The Ordinary einmal eine 5% Variante und eine 10% Variante im Sortiment. Letzteres wurde schon von vielen anderen mit der alten Variante von Good Genes verglichen und da meine Haut eh einiges gewohnt ist, habe ich mir direkt die stärkere Version bestellt. Ich muss direkt sagen, für mich kommt Lactic Acid 10% + HA nicht an Good Genes heran, in meinem Fall ist der Vergleich aber auch schwierig, da ich eben die neue Variante von Good Genes besitze und da ist Glycolic Acid drin und keine Lactic Acid. Nichts desto Trotz ist das eben für mich das Referenz Produkt, dessen Wirkunsgeise es zu erreichen gilt und ich muss direkt sagen, da kann The Ordinary meiner Meinung nach nicht mithalten. Ich habe jetzt knapp 4 Wochen nur das The Ordinary Produkt benutzt und kein Good Genes mehr, um das Ergebnis nicht zu verfälschen und ich finde es zwar gut, aber das Hautbild ist nicht ganz so perfekt wie mit Good Genes. Beachtet man aber den immensen Preisunterschied, finde ich das Ergebnis wiederum echt nicht schlecht, weshalb ich in Zukunft vielleicht einfach beide Produkte abwechselnd benutzen werde. Wessen Haut also schon an AHA gewohnt ist, der kann das auf jeden Fall mal ausprobieren, ansonsten gibt es ja auch noch die 5% Variante für den Anfang. 

AHA 30% + BHA 2% Peeling Solution

Dieses Peeling war eines der Produkte, auf das ich am meisten gespannt war und vor dem ich gleichzeitig am meisten Angst hatte. Im Gegensatz zu den beiden vorangehenden Produkten bleibt dieses hier nicht auf der Haut, sondern wird wie eine Maske angewendet und nach maximal 10 Minuten wieder abgewaschen. Das Zeug sieht dabei meiner Meinung nach einfach aus wie Blut und man selbst während der Anwendung wie nach einem Vampir Lifting. Gruselige Sache. Auch dieser 30%ige AHA Blend aus verschiedensten Säuren wirkte auf mich doch etwas heftig und obwohl meine Haut wie schon erwähnt einiges gewohnt ist – Das hier ist mein persönliches Produkt aus der Hölle. Es hat direkt nach dem Auftragen einfach dermaßen gebrannt, dass ich es keine 2 Minuten drauflassen konnte, sondern sofort abwaschen musste. Ich habe es daraufhin meiner Schwester geschenkt, die eigentlich AHAs in den meisten Fällen nicht so gut verträgt wie ich und die konnte dieses Peeling die vorgegebenen 10 Minuten drauf lassen. Das zeigt aber wieder, wie unterschiedlich wir eben alle sind und dass man sowas leider nicht wirklich vorhersagen kann. Die Wirkung ist übrigens Bombe. Selbst nach den 2 Minuten war meine Haut weich wie ein Babypopo und auch meine Schwester ist super zufrieden mit dem Produkt. Wer sich also traut, kann das schon mal ausprobieren. Ist aber definitiv nicht ohne und sogar meine Schwester hatte damit letztens wohl mal einen kurzen Samantha-Moment, wo die Haut danach ziemlich gerötet und gereizt war.

Azelaic Acid Suspension 10%

Dieses Produkt mit 10% Azelainsäure liegt in einer sehr leichten Creme-Gel Formel vor und kommt nicht mit einer Pipette, wie die meisten The Ordinary Produkte, sondern in einer Creme Tube. Ich dachte zunächst, dass es schwierig wird, das Produkt in meine Routine zu integrieren, da solche Creme Formulierungen bei mir schnell mal zu viel werden, wenn ich mehrere davon schichte. Ich benutze beispielsweise morgens auch keinen Moisturizer, weil mir meine Sonnencreme und die drei Seren darunter völlig ausreichen. Bei dieser Suspension war das aber anders, denn sie versorgt die haut nicht wirklich mit Feuchtigkeit, sondern hinterlässt ein relativ ‚trockenes’ Gefühl und zumindest ich brauche danach definitiv noch einen Moisturizer oder eben meine Sonnencreme. Was tut also Azelainsäure? Sie ist hauptsächlich dafür bekannt, den Hautton auszugleichen, alte Akne Male verschwinden zu lassen und wirkt außerdem als Antiaoxidant. Genug Gründe für mich, um das Produkt mal auszuprobieren. Ich verwende es momentan hauptsächlich morgens, jedoch nicht jeden Tag. Bisher konnte ich keine wirklich aufhellende oder ausgleichende Wirkung feststelle, da ich das Produkt aber gut vertrage und es nicht als ‚störend’ in meiner Routine empfinde, werde ich es aber mit Sicherheit weiter benutzen. Gegen Rosacea soll es wohl auch recht gut sein, hab ich gehört. Somit ist diese hier eigentlich die einzige Acid, die ich persönlich auch bei empfindlicher Haut empfehlen würde. Falls ihr mit den anderen Säuren keine guten Erfahrungen gemacht habt, probiert das vielleicht mal aus. 

Peptides & Hydrators

Weiter geht es mit meinen zwei liebsten Seren von The Ordinary für morgens. Zumindest benutze ich sie dann, denn das eine sorgt direkt für eine sichtbare Aufpolsterung der Haut für den Tag und das andere ist eine geballte Ladung an Peptiden, die die Haut den Tag über vor Umwelteinflüssen schützen sollen.

Buffet

Dieses Serum ist wie der Name schon sagt ein ganzes Buffet an verschiedenen Inhaltsstoffen, was bei ‚The Ordinary’ ja nicht so oft vorkommt. Eigentlich geht es bei der Marke ja darum, verschiedene Seren it unterschiedlichsten Wirkstoffen zu layern und somit eine auf die eigene Haut zugeschnittene Pflege zu kreieren. ‚Buffet’ gehört mit knapp 15 Euro zu den teureren Produkten von The Ordinary, ist sein Geld aber meiner Meinung nach Wert. Ich ziehe hier ganz gerne den Vergleich zum Peptide Booster von Paulas Choice, denn einige Inhaltsstoffe sind sowohl da, auch auch im ‚Buffet’ von The Ordinary enthalten, wenn auch natürlich nicht alle. Für mich nehmen sich die beiden Seren in Sachen Konsistenz und Auftrag nicht viel und ich habe beide morgens sehr gerne benutzt. Was tut also das Serum? Es enthält wie schon erwähnt eine Menge an Peptiden. Das sind zellkommunizierende Wirkstoffe, die die Barrierefunktion der Haut verstärken, ihre Festigkeit fördern und ihr bei der Regeneration helfen. Also lauter gutes Zeug… Buffet würde ich an sich definitiv nachkaufen und sogar dem Paulas Choice Poptide Poster vorziehen, da der Preis bei The Ordinary einfach viel günstiger ist.

Hyaluronic Acid 2% + B5

Kommen wir also zum klassischen ‚Hyaluronsäure Serum’ von The Ordinary, dem Hyaluronic Acid 2% + B5. Tatsächlich ist ja in den meisten Produkten von The Ordinary Hyaluronsäure drin. Ich denke mal, das hat unter anderem damit zu tun, dass Hyaluronsäure schlichtweg einen unschlagbaren Soforteffekt hat, denn es polstert die Haut sofort auf und lässt sie frischer und praller aussehen. Somit entsteht direkt mal der Eindruck, dass das jeweilige Produkt das Hautbild zum positiven verändert hat, was marketingtechnisch natürlich extrem schlau ist. Ich persönlich habe so ein kleines bisschen Angst vor Hyaluronsäure, weil ich davon bei zu exzessiver Anwendung gerne mal eine periorale Dermatitis bekomme und das wäre somit gleich auch mal ein Kritikpunkt an der Marke an sich. Ich hätte mir gewünscht, dass nicht gefühlt überall Hyaluronsäure drin ist. Nichts desto Trotz habe ich aber natürlich auch dieses Produkt getestet und gleich mal mit dem Hyaluronsäure Serum von Dr Barbara Sturm verglichen, das ich noch hier habe. Ob der Vergleich fair ist, weiß ich nicht, denn das Babsi Zeug kostet einfach mal um die 250 Euro in der 30ml Version, was ich völlig aberwitzig finde. Gekauft habe ich das übrigens nicht, sondern hatte eine 8ml Deluxe Probe bei einer Beauty Bestellung dabei… Nicht dass ihr denkt, ich hätte völlig den Verstand verloren. 

Was ich schon mal direkt sagen kann: Ich mag beide Seren. Sie tun beide genau das, was sie tun sollen und polstern meine Haut schön auf. Das von The Ordinary ist dabei meiner Meinung nach etwas klebriger, was ich persönlich aber nicht sonderlich schlimm finde. Bezüglich der Inhaltsstoffe sind die beiden Seren hier übrigens nicht gleich, die Wirkung ist es aber meiner Meinung nach eben schon. Ich persönlich würde es aber eben so oder so nicht mit der Hyaluronsäure übertreiben und die Produkte deshalb nicht täglich benutzen.  

More Molecules

Kommen wir nun zu den drei Produkten aus der ‚More Molecules’ Serie von The Ordinary. Ich habe mir hier alle drei bestellt und kann vielleicht auch schon mal vorwegnehmen, dass ich persönlich alle drei gut finde. Sie sollen jedoch völlig unterschiedliche benefits für die Haut bringen, worauf ich hier direkt näher eingehen möchte. 

Alpha Arbutin 2% + HA

Alpha Arbutin ist vor allem gegen dunkle Flecken und Pigmentstörungen. Die habe ich zwar nicht krass, aber ich habe sie und es stört mich um ehrlich zu sein schon, weshalb ich ja beispielsweise auch täglich Vitamin C Produkte benutze. Alpha Arbutin soll da aber nochmal eine ganze Ecke wirksamer sein, weshalb das eins der Produkte ist, die mich wirklich sehr interessiert haben. Ich nehme es gleich mal vorweg: Meine Pigmentflecken sind nach ca 10 Wochen mit diesem Produkt nicht weg. Im Gegenteil, es werden aktuell sogar mehr, was aber einfach am Sommer liegt. Das kann auch LSF 50 bei mir nicht gänzlich vermeiden… Trotzdem vertrage ich das Produkt gut, finde die Formulierung sehr angenehm und werde es deshalb auf jeden Fall weiter benutzen, in der Hoffnung, dass da vielleicht über den Winter nochmal einiges passiert mit den dunklen Flecken. Ich habe es im übrigen sogar schon nachgekauft, da es bei mir bereits fast leer ist. 

Niacinaminde 10% + Zinc 1%

Auch das ist ein Produkt, auf das ich sehr gespannt war und vor dem ich ein bisschen Respekt hatte, weil mir gleich mehrere Follower geschrieben hatten, dass sie es überhaupt nicht vertragen und davon schlimme Pickel bekommen habe. Ich muss sagen, ich vertrage Niacinamide 10% + Zinc 2% sehr gut. Ich hatte überhaupt keinen negativen Effekt. Einen positiven jedoch schon, denn Niacinamide ist bekannt dafür, zum einen bei Pickeln und Pickelmalen zu helfen und vor allem das Erscheinungsbild von Poren zu verbessern. Ich habe keine schlimm vergrößerten Poren, aber sie sind eben auch nicht nonexistent und deshalb verwende ich gerne mal Produkte mit Niacinamid. Mein Vergleichsprodukt zu diesem hier ist das Idealist Pore Minimizing Serum von Estee Lauder, das ich schon seit über 10 Jahren verwende und wirklich abgöttisch liebe. Ich sage immer das ist instant Photoshop aus der Flasche, denn es bügelt einem die Poren regelrecht aus und hinterlässt ein wunderschönes, seidiges Finish. Das von The Ordinary macht einen ähnlichen Effekt, was die Poren angeht, das Finish ist jedoch nicht ganz so flawless und je nachdem, was man an Produkten darüber layern, bröselt einem dieses Serum schon mal vom Gesicht. Da muss man also ein bisschen ausprobieren. Ich finde den Effekt aber sehr gut und da ich es gut vertragen habe, würde ich mir auch dieses Produkte tatsächlich nachkaufen. 

Caffeine Solution 5% + EGCG

Kommen wir also zu dem Produkt, mit dem bei mir alles angefangen hat. Die Caffeine Solution für den Bereich rund um die Augen war mein erstes Produkt von The Ordinary und hat mich auch gleich mal dermaßen überzeugt, dass ich überhaupt erst auf die Idee kam, den Rest auch auszuprobieren. Dieses Zeug hier wirkt nämlich tatsächlich wahre Wunder gegen Augenringe und die habe ich auch wirklich nötig… Augenringe sind etwas, was ich eigentlich immer habe, völlig egal wie viel oder wenig ich schlafe, wie viel oder wenig Stress ich habe, wie ich mich ernähre, ob ich genug trinke etc. Ich habe einfach immer Augenringe und das ist auch schon immer so. Bisher hatte da bei mir auch keine Augencreme einen positiven Effekt, weshalb für mich eine Augencreme einfach ‚gut’ war, wenn sie meine Augenpartie ausreichend gepflegt hat, ohne schmierig zu sein. Den Anspruch, dass sie meine Augenringe ausradiert hatte ich nie, denn das hat bisher schlichtweg nicht funktioniert. 

Ich bin ganz ehrlich: Ausradieren tut auch dieses Produkt die Augenringe nicht, aber es hat für mich als erstes Produkt überhaupt einen positiven Effekt. Meine Augenringe sind sichtbar gemindert, wobei das eher ein Soforteffekt ist, als ein Langzeiteffekt. Wenn ich das Produkt mal einen Tag nicht benutze, sieht alles wieder aus wie vorher. Ich benutze also erst Augencreme und klopfe dann einen kleinen Tropfen von der Caffeine Solution 5% + EGCG darüber in die Haut ein. Es verträgt sich auch mit meinem Concealer und ich bin wie gesagt sehr begeistert von diesem Produkt. Bei dem Preis kann man das wirklich mal ausprobieren. 

Vitamin C

Weiter geht es mit den beiden Vitamin C Produkten von The Ordinary, die ich ausprobiert habe. Mein Vergleichsprodukt ist hier das C Firma Day Serum von Drunk Elephant, das mit über 80 Euro für 30ml in einer ganz anderen Preisklasse spielt, das ich aber so gut finde, dass es grundsätzlich mein go to Vitamin C Serum ist. Eine günstigere Alternative zu haben, wäre aber natürlich auch hier nicht schlecht und ich war super gespannt auf die The Ordinary Produkte, denn Vitamin C gehört zu den Inhaltsstoffen, die wirklich wahnsinnig schwer stabil formulierbar sind und bei denen Firmen die größten Probleme haben. 

Ascorbic Acid 8% + Alpha Arbutin 2%

Für dieses Vitamin C Produkt habe ich mich entschieden, weil es neben der Ascorbic Acid auch noch Alpha Arbutin enthält, worüber ich euch ja bereits ein bisschen was erzählt habe. Die Kombi aus den beiden Wirkstoffen schien mir am verheißungsvollsten im Hinblick auf mein Pigmentflecken Problem, weshalb dieses Produkt in den Warenkorb gewandert ist. Leider muss ich sagen, dass ich in der Anwendung irgendwie nicht damit zurechtkomme. Die Formulierung ist wasserfrei, genauer gesagt handelt es sich um eine Ölformulierung. Das finde ich für ein Vitamin C Produkt an sich schon mal seltsam und leider ist das eins dieser Öle, die bei mir einfach nur auf der Haut sitzen und überhaupt nicht einziehen. Da ich Vitamin C morgens verwende, ist das natürlich doof und für mich eigentlich keine Option, weshalb ich dieses Produkt eigentlich nur noch nach dem Sonnenbaden verwende, wenn ich auch nicht mehr rausgehe. Dann ist es tatsächlich sehr angenehm. Zur Wirkung kann ich auch hier leider noch nicht wirklich etwas sagen, aber wie gesagt: Für mich ist dieses Produkt aufgrund der Formulierung leider kein Nachkaufprodukt. 

Vitamin C Suspension 23% + HA Spheres 2%

Das zweite Vitamin C Produkt von The Ordinary, das ich mir zugeleget habe, ist die 23%ige Suspension. Auch hier habe ich ehrlich gesagt ein Problem mit der Formulierung, denn auch dieses Produkt ist wasserfrei, da das eben die Stabilität von Vitamin C enorm beeinflusst. The Ordinary hat das Problem hier so gelöst, dass sie ein Vitamin C Puder in diese Suspension gegeben haben. Dieser Puder löst sich nicht, weshalb sich das Produkt im Auftrag fast schon anfühlt, wie ein mechanisches Peeling. Oder, als würde man sich ganz feinen Sand ins Gesicht schmieren… Schwierig, wenn ich ehrlich bin. Ist habe das Produkt außerdem mit dem Resveratrol 3% + Ferulic Acid 3% gemischt, weil sich Ferulasäure wohl auch nochmal positiv auf die Stabilität von Vitamin C auswirkt. Heraus kam eine ebenfalls leicht ölige, sandige Mischung, die zwar besser einzieht, als das Ascorbic Acid 8% + Alpha Arbutin 2%, aber irgendwie doch nicht so ganz meins ist. Das Vitamin C Puder löst sich im übrigen auf der Haut dann doch irgendwie auf, weshalb man sich ganz normal darüber schminken kann, ohne dass es bröselt oder ähnliches. Trotzdem ist auch das kein Produkt zu dem ich gerne greife…

Ehrlich gesagt bin ich mir nicht sicher, ob ich die anderen Vitmain C Produkte von The Ordinary noch ausprobieren möchte. Ich fand die beiden Produkte als Anwenderin einfach super umständlich und nicht sehr angenehm, weshalb ich wohl erst mal bei den 80 Euro für Druck Elephant oder ähnlichem bleiben werde. (Aktuell teste ich das Vitamin C Serum von Flow Recipe).Habt ihr noch andere Vitamin C Produkte von The Ordinary ausprobiert? Lasst es mich gerne wissen. Vielleicht habe ich ja nur ausgerechnet zwei ‚doofe’ erwischt. 

Retinol

Auch das ein oder andere Retinol hat The Ordinary im Sortiment und als absoluter Retinol Liebhaber, musste ich natürlich auch da etwas ausprobieren. Ich habe mich hier bewusst nur für ein Produkt entschieden, da bei mir gerade noch einige andere Retinol Produkte in Benutzung sind, hätte aber grundsätzlich schon Lust darauf, auch die anderen Formulierungen noch auszuprobieren. 

Granactive Retinoid 2% Emulsion

Während die meisten Retinol Produkte von The Ordinary in Squalan vorliegen, also eine Ölformulierung haben, was bei Retinol einfach nicht mein Favourite ist, gibt es noch eine Emulsion, die mich von der Formulierung her eher an die Retinol Produkte erinnert, die ich sonst benutze (Paulas Choice 1% Retinol Booster, Sunday Riley A++ etc) Mehr Informationen zu Retinol grundsätzlich findet ihr hier, denn ich habe mich mit dem Thema bereits eingehend beschäftigt. Grundsätzlich kann man aber sagen, dass es sich bei diesem Produkt um einen Blend aus Granactive Retinoid und Retinol handelt. Wie viel von den angeblichen 2% wirklich auf der Haut landen und wie genau dieser Blend zusammengesetzt ist, lässt sich schwer sagen, das hängt ja immer von der Formulierung ab. The Ordinary stuft dieses Retinol aber als ‚Moderate Strength’ ein und da es sich hauptsächlich um Granactive Retinoid handelt ist das Irritationspotential hier relativ niedrig. Ich fand das Produkt an sich gut. Ich habe es gut vertragen und fand die Formulierung angenehm. Meine Haut ist in Sachen Retinol aber auch einiges gewöhnt und ich denke, ich werde noch das 1% Retinol in Squalane ausprobieren. Das ist das stärkste, was The Ordinary im Sortiment hat., auch wenn es sich um eine Ölformulierung handelt. Grundsätzlich kann man meiner Meinung nach die Retinol Produkte von The Ordinary durchaus mal ausprobieren. 

Oils & Hydrators

The Ordinary hat außerdem noch einige Gesichtsöle im Sortiment und ich bin ja generell ein riesen Fan von Gesichtsölen. Ich benutze schon seit Jahren immer Abends ein Öl direkt vor der Nachtcreme und liebe es, dass man dann am nächsten Tag mit einer wunderbar prallen und genährten haut aufwacht. Dabei habe ich natürlich schon das ein oder andere Öl getestet und wollte natürlich auch eins von The Ordinary ausprobieren. 

100% Cold-Pressed Virgin Marula Oil

Es gibt hier wirklich einige Öle und meine Wahl ist auf das Marula Oil gefallen. Das ist absolut geruchlos, relativ dünnflüssig und zieht für ein Öl wirklich gut ein. Das ist so eines dieser Produkte, über die ich rein gar nichts zu meckern habe und bei dem ich mir auch nicht vorstellen kann, dass das jemand der Gesichtsöle grundsätzlich mag, nicht mag. Leider besitze ich das von Drunk Elephant zum Vergleich nicht, ich kann mir aber um ehrlich zu sein nicht vorstellen, dass das so viel besser ist, dass es den enormen Preisunterschied rechtfertigt. Das Marula Oil von The Ordinary gehört für mich auch definitiv zu den Nachkauf Produkten!

 

Ich hoffe, euch konnte meine kleine Review vielleicht ein bisschen weiterhelfen, wenn ihr selbst noch überlegt, welche Produkte von The Ordinary ihr kaufen sollt. Abschließend kann ich sagen, dass mich die Marke an sich wirklich sehr interessiert hat, denn die Preise sind absolut unschlagbar und es sind tolle Active Ingredients drinnen. Wie ihr gesehen habt, waren Produkte dabei, die ich toll fand und nachkaufen würde, welche die so lala waren und welche, die für mich persönlich eine Vollkatastrophe waren. Das finde ich aber bei einer Brand mit so vielen Produkten an sich nicht ungewöhnlich.

Ein paar grundsätzliche Negativ Punkte gab es aber für mich dennoch:

– Die Sache mit der Hyaluronsäure… Ich habe es ja am Anfang bereits erwähnt und nachdem ich die Produkte jetzt mehrere Wochen lang getestet habe, ist es mir umso mehr aufgefallen, dass fast überall Hyaluronsäure mit drin ist. Wie ebenfalls schon gesagt macht die einfach einen tollen Soforteffekt, was einem vorgaukelt, das Produkt würde sonst was tun und das finde ich schon mal ein bisschen schwierig. Außerdem vertrage ich zu viel Hyaluronsäure auf Dauer einfach nicht, weshalb ich da definitiv aufpassen muss. Ich persönlich hätte mir gewünscht, dass The Ordinary das nicht in fast jedes Produkt gepackt hätte. 

Ein zweiter Kritikpunkt sind die kurzen Inhaltsstofflisten. Eigentlich etwas Positives, möchte man meinen, was grundsätzlich auch richtig ist. Trotzdem fehlen in vielen Produkten meiner Meinung nach einfach Stoffe, die gut gewesen wäre. Hautberuhigende Stoffe, Soothing agents und Dinge, die der Haut einfach guttun und auch das Eindringen des eigentlichen Wirkstoffs in die Haut regulieren. Ich hatte das Gefühl ich knalle mir teilweise den Wirkstoff pur drauf und ich habe zwar keine sensible Haut, kann mir aber vorstellen, dass das zum Problem wird, wenn man sensible Haut hat. Das ist aber schlichtweg etwas, was man bei dem Preis nicht erwarten kann und womit sich eben dann doch wieder der Preis von teureren Produkten zumindest zum Teil rechtfertigt, wenn sie diese Stoffe beinhalten. 

– Was kein wirklicher Kritikpunkt ist, aber meiner Meinung nach trotzdem Nennenswert ist die Tatsache, dass man sich wirklich mit den Produkten beschäftigen muss. Man kann nicht einfach blind Dinge kaufen und benutzen, sondern muss genau schauen, was wofür ist, was sich womit verträgt und womit nicht. Vitmain C und Niacinamid geht zum Beispiel schon mal nicht zusammen. Ich persönlich finde aber, dass die Website hier recht gut ist und einem die meisten Fragen beantwortet. Trotzdem muss man sich ein bisschen reinfuchsen und die Brand und ihre Produkte sind einfach mit einem gewissen Aufwand verbunden. Das ist wohl aber auch ein Punkt, der den Preis so niedrig hält. Andere Firmen stecken wahnsinnig viel Aufwand und auch Geld in ihre Formulierungen. The Ordinary lässt den Kunden im Prinzip nach Baukastensystem selber mischen, was zwar praktisch ist, da man sich so seine Hautpflege sehr individuell zusammenstellen kann, es kann jedoch meiner Meinung nach nicht mit der Forschung, die in einem wirklich gut formulierten Serum mit mehreren Inhaltsstoffen drinsteckt, mithalten. 

Alles in Allem würde ich sagen, dass der Ansatz von The Ordinary gut ist, die Umsetzung zum Teil auch und an manchen Stellen wurde leider nicht zu Ende gedacht, bzw das ‚Denken’ wird hier dem Kunden überlassen, was ich in dem Maß einfach schwierig finde. Trotzdem sind die Preise generell so fair, dass man auch nicht so viel verliert, wenn man einfach mal was ausprobiert. ‚Ausprobieren’ ist hier auch definitiv das Schlagwort, denn ich habe hier schon so viele so gegenteilluge Meinungen zu den einzelnen Produkten gehört, dass auch ich vorher null sagen konnte, was ich mögen würde und was nicht. Mich haben ja wie ihr seht auch Produkte überrascht, im positiven, wie im negativen Sinn. Ich kann euch die Marke also an sich schon empfehlen, wenn ihr euch für Skincare interessiert. Wenn ihr das aber eigentlich nicht tut, sondern lieber Allround Produkte habt, die gleich mehrere Zwecke erfüllen und euch eigentlich gar nicht so intensiv damit beschäftigen wollt, ist The Ordinary vielleicht nicht das Richtige für euch. Wie ihr gesehen habt, dürfen aber auch ein paar Produkte in meiner Routine bleiben und ich denke, ich werde sie einfach abwechselnd mit meinen ‚teuren’ Alternativen benutzen. 

Welche Produkte habt ihr schon von The Ordinary ausprobiert und wie fandet ihr sie? Schreibt mir doch gerne hier in den Kommentaren, oder auch auf Instagram. 

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  • Liebe Anja,
    auf diesen Beitrag habe ich wirklich sehnsüchtig gewartet! Von dir angefixt habe ich mir testweise Produkte von Ordinary schon vor Monaten bestellt. Ich wollte mich vorsichtig an das Thema heranwagen und nicht gleich ein Vermögen ausgeben.
    Das Caffeine Solution 5% + EGCG ist mein Lieblingsprodukt und jeden Tag im Einsatz. Das „Blut“Peeling habe ich auch und damit gar keine Probleme, obwohl meine Haut nix gewohnt ist. Ich denke immer, dass meine fettige Haut einfach generell unempfindlich ist.
    Habe mir auch jetzt ein paar weitere Produkte rausgeschrieben und werde sie mal testen.
    Aber wie du sagst, man muss sich reinfuchsen und ich fände es ganz praktisch, wenn man ein kleines Handbuch dazu bekäme zum nachlesen.

    Liebe Grüße
    Victoria

  • Mein Tipp: 100% Vitamin C Pulver, gemixt mit dem Resveratrol + Ferulic Acid, bin damit super zufrieden. Hatte davor die Suspension und dieses körnige, sandige Gefühl im Gesicht hat mich auch genervt. Das Pulver dagegen ist fein gemahlen, löst sich eigentlich komplett im Serum auf und die Wirkung von Vitamin C ist für mich immer wieder Wahnsinn.
    Das 1% in squalan kann mmn nicht mit dem von PC mithalten, ich war enttäuscht.
    Meine Musts neben den zwei Produkten oben: Niacinamid + Zink, Azelaic Suspension, AHA/BHA Maske. Hab noch mehr Produkte, aber diese würde ich immer wieder kaufen. Den Buffet könnte ich mir auch mal wieder holen.

  • Großartig! Auf dich ist Verlass, wenn es um Reviews geht 🙂 Vielen Dank für diesen ausführlichen Review. Ich nutze The Ordinary schon seit einem Jahr und habe mich darauf gefreut, was du dazu sagst. Ich habe noch mal neue Inspirationen und vorallem Wissen zu den Produkten bekommen und werde das Buffet Serum als nächstes probieren.

    Kurz meine Erfahrung, falls es jemanden hilft:
    Ich hatte nach dem Absetzen der Pille Probleme mit meiner Haut. Das Zink + Niacinamid war für mich ein life-changer oder auch Skin-Changer 😉 Es hilft auch meiner Freundin und hat deutlich die Pickelmale verringert. Ich nehme dazu als Creme Azelaic Acid Suspension 10% und kann mir vorstellen, dass es für jemanden mit normaler-trockener Haut zu oberflächlich ist. Für zu Pickelneigender Haut ist das genau richtig. Im Sommer nehme ich nur die, im Winter ergänze ich das ganze mit Cold-Pressed Rose Hip und das reicht für die Feuchtigkeit.
    Allerdings muss man sagen, dass es nicht so cool ist wie diese Creme sich auf der Haut verhält, man hat erst mal weiße Schlieren und es dauert bis sie einzieht. Da das Ergebnis aber so großartig ist, sehe ich drüber weg.