Travelog Lissabon

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Willkommen zum zweiten Teil meines Portugal Trips. Über unsere Fahrt die Algarve entlang und alle Stops auf diesem Weg, inklusive der schönsten Strände und süßesten Dörfchen habe ich euch ja bereits hier berichtet. Soll es um die letzten drei Tage des Trips gehen, die ich im schönen Lissabon verbracht habe, natürlich wieder inklusive Café Tipps und must sees. 

Eingecheckt haben wir in einem der wohl schönsten Hotels beziehungsweise Guest Houses, in denen ich je war. Casa Oliver Principe heißt das Hotel im Herzen von Lissabon. Die Zimmer überzeugten mit Altbaucharme, meterhohen Decken, Stuck, ausgefallener Tapete und Kronleuchtern, so wie tollem Interior. Ein absoluter Traum, der noch dazu sogar erschwinglich war.

Am Samstagmorgen stand Sintra auf dem Programm, das auch das Märchenschloss von Portugal genannt wird. Es wird seinem Namen wirklich mehr als gerecht, das kann ich euch schon mal sagen. Das Schloss liegt auf einem Hügel, den man auch ein kleines Stück hinauf laufen muss ( einigermaßen bequemes Schuhwerk kann ich also empfehlen, denn ich habe mich mit meinen Schläppchen etwas abgequält). Das Schloss begeistert vor allem durch seine Farbenfrohen Mosaike, Zwiebeltürmchen, Säulen und Bögen. Wenn man durch das Schloss hindurchgeht, kommt man noch auf eine schöne Aussichtsplattform wovon aus man einen tollen Blick hat. Am besten macht man das direkt am Anfang, denn später ist die Schlange um das Schloss zu besichtigen sehr lang und da die Räume sehr klein sind, ist es etwas unangenehm, sich mit den anderen Menschen hin durchzuschlängeln.  

Wir hatten unsere Tickets übrigens schon online gekauft und sind direkt morgens hingefahren, um den Touristenmassen aus dem Weg zu gehen. Kann ich ebenfalls empfehlen. Menschen waren natürlich trotzdem einige da, aber es war ok auch hier hatten wir wohl Glück, denn im Juni scheint noch alles relativ ruhig zu sein und auch in Lissabon selbst habe ich von den gefürchteten Touristenmassen eigentlich nichts wahrgenommen.

Was sich auf jeden Fall auch lohnt, ist sich den Park rund um das Schloss anzuschauen. Die Beschilderungen sind zwar etwas verwirrend, auch in Kombination mit den am Eingang verteilten Karten, aber wir haben nach einem kleinen Fußmarsch die Farngärten der Königin gefunden, welche wunderschön sind und sind von da aus zurück zum Parkplatz durch das Tal der Seen gelaufen, welches ebenfalls sehr schön anzusehen war. 

Zurück in Lissabon stand Alfarma auf dem Plan, einer der schönsten Stadtteile in Lissabon. Der ist komplett in den Hang gebaut, was mir nach Tag 1 schon einen ordentlichen Muskelkater bescherte. Wir gingen über eine der Haupteinkaufsstraßen durch den beeindruckenden  Arco da Rua Augusta,  um einen Blick auf den Hafen zu werfen. Auf der kurzen Strecke wurden uns tatsächlich 3 mal Drogen angeboten. Ich muss sagen, sowas habe ich in noch keiner Stadt erlebt, aber scheinbar ist das hier normal. Zum Glück sind die Dealer auch nicht aufdringlich sondern verschwinden direkt wieder wenn man abblockt. Weiter ging es dann hoch nach Alfarma enlang der Tram Strecke 28 (mit dieser wollten wir ursprünglich auch fahren, allerdings war die ziemlich voll und dafür anzustehen war es uns mit der begrenzten Zeit nicht wert).  

Der Aussichtspunkt Miradouro de Santa Luzia ist auf jeden Fall empfehlenswert und zwischen Lila Blüten und einem Säulengang aus mit Mosaik besetzen Wänden hat man einen schönen Blick über den Stadtrand  und das Meer. Vom 01.-30. Juni findet außerdem das Festas de Lisboa statt, ein Straßenfest bei dem alle Gässchen mit Girlanden und bunten Lichtern geschmückt werden und viele Umzüge in traditioneller Kleidung stattfinden. Die Umzüge haben wir leider genau um einen Tag verpasst, aber an den bunt geschmückten Straßen und vor allem an der vielfältigen Straßenmusik konnten wir uns sehr erfreuen. Somit hatten wir ein kunterbuntes Abendessen in einem Straßenrestaurant, begleitet von einem brasilianischen Gitarristen. 

Am nächsten Morgen wollten wir auf jeden Fall nochmal Pasteis de Nata essen. Von den kleinen Törtchen konnten wir einfach nicht genug bekommen. Sehr empfehlen können wir hierfür die  Fabrica de Nata die sich unten am Rand von Alfarma befindet. 

Außerdem haben wir das Castelo de Sao Jorge besucht. Dort hat man in jedem Fall den besten Blick über die gesamte Stadt und den Hafen. Man sieht Sehenswürdigkeiten wie den berühmten Aufzug Elevador de Santa Justa oder den Platz vorm Arco da Rua Augusta von oben – sehr beeindruckend und definitiv die 10 Euro Eintritt wert. 

Mittags haben wir dann in einem kleinen Restaurant in einer Seitengasse auf einer winzigen Terasse mit wundervollem Blick gegessen. Vor allem das Risotto war sehr gut und wir konnten den Tag super ausklingen lassen. 

Am Montag war ich ich allein, denn meine Familie ist abgereist und ich hatte mir vorgenommen, Lissabon nochmal für mich ganz alleine aufzusaugen und den Vibe zu fühlen. Also lief ich zu Fuß runter durchs Bairro Alto (ein Stadtteil der ebenfalls sehr schön ist und Alfarma ähnelt) zum Cafe Amelia. Ein richtiges instagram Cafe im Bohemien style. Die Karte hatte auch einiges zu bieten, Acai Bowls, Pancakes, Frenchtoast, Ingwer shots und vieles mehr, zu absolut fairen Preisen. Ich habe mich da hingesetzt, mir etwas zu essen bestellt und die Ruhe genossen, bis sich plötzlich die Tür öffnete und meine liebe Blogger Kollegin Merna zufällig hereingeschneit kam. Wir konnte es beide echt nicht fassen. In München sehen wir uns eigentlich nur auf Events, obwohl wir im gleichen Stadtteil wohnen und plötzlich laufen wir uns in Lissabon über den Weg. Sie und ihre Freundin Basma haben sich dann noch zu mir gesetzt und wir haben ein entspanntes gemeinsames Frühstück genossen. Danach fuhren wir noch zusammen zur LX Factory, zu der ich unbedingt noch wollte. 

Die LX Factory ist eine alte Straße mit Industriegebäuden im Stadtteil Belem, in der sich ein cooler Food-Hotspot und PopUp Store an den anderen reiht. Außerdem gibt es ein Gebäude in dem sich Ateliers, Galerien und Co-working spaces befinden und in dem es auch super viel zu entdecken gibt. Bevor sich die Girls verabschiedeten, tranken wir in einem der zahlenreichen Cafes noch einen Kaffee  zusammen und ich hab mich wahnsinnig gefreut, dass die beiden mir über den Weg gelaufen sind, denn wir hatten einen wundervollen Vormittag zusammen.

Den Rest des Tages, bevor es dann Abends zurück nach Deutschland ging, verbrachte ich allein in diesem Paradies für Kreative. Ich habe super viel Kunst gesehen, in einer riesigen alten Bücherei ein kleines Vintage Plakat gekauft und etwas über die alte Drucker Maschine, die das Herzstück der Bücherei ist, gelernt und stundenlang herumgestöbert. So wirklich kann man das gar nicht erklären, aber an jeder Ecke gibt es dort etwas zu entdecken und ich war wahnsinnig begeistert und habe regelrecht die Zeit vergessen. 

Die LX Factory kann  ich also mehr als empfehlen und sie ist für so ziemlich jeden etwas, der Lust hat, etwas zu entdecken und sich gerne mal in so einem kreativen Umfeld umschauen möchte. Falls man übrigens zu Fuß mal nicht weiterkommt und nicht die Tram nehmen möchte, lohnt es sich total, mit dem Uber zu fahren. Zum Flughafen habe ich dann beispielsweise nur 8 Euro gezahlt. 

Das war’s dann auch schon wieder mit meinem Kurztrip nach Portugal. Mir haben sowohl die Algarve, als auch Lissabon sehr gut gefallen, wobei die Algarve mich noch ein bisschen mehr beeindruckt hat. Lissabon ist aber auf jeden Fall eine sehr schöne und sehenswerte Stadt und auf jeden Fall eine Reise wert!

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