Über Beziehungen die eben doch keine sind

Transparenz: Unbezahlte Werbung / Anzeige.

Du merkst erst, wie mies manche Dating Maschen sind, wenn du sie selbst erlebt hast. Es ist zwar schon eine Weile her, aber ich habe euch hier auf dem Blog und auch auf Instagram bereits so einiges erzählt. Über Tinder Dates, Ghosting, Benching und was der Männerwelt sonst noch so alles einfällt. Lange war es jetzt still hier, einfach weil es mir zu viel wurde, mein Innerstes so zu teilen, wie ich es gemacht habe und je populärer meine Artikel wurden, desto unwohler habe ich mich damit gefühlt. Trotzdem habe ich heute das Bedürfnis, eine Geschichte mit euch zu teilen. Zum einen für mich selbst, um mit dieser Sache endgültig abzuschließen und zum anderen auch für euch, denn ich weiß, dass das, was mir passiert ist, schon so vielen anderen Frauen passiert ist. Wahrscheinlich hatte ich bisher einfach nur Glück und war vorsichtig genug, um drum rum zu kommen. Dieses mal habe ich mich aber mehr auf eine Sache eingelassen, als ich es sonst tue und prompt die Quittung kassiert. 

Die Geschichte beginnt, wie so oft mit einem Tinder Match. Genauer gesagt mit einem Superlike. Das machen nur ganz selten interessante Männer, aber bei dem habe ich zurück gematcht. Ich weiß auch nicht so recht wieso, denn mein Typ war er irgendwie gar nicht, aber trotzdem hatte er was und wenn ich eins bei Tinder versuche, dann ist es immer den Menschen hinter den Bildern zu sehen. Was schwer genug ist, das kann ich euch auf jeden Fall sagen…

Wir kamen ins Schreiben und irgendwie wurde diese Person recht schnell recht interessant für mich, auch wenn ich das so eigentlich nicht unbedingt gedacht hätte. Wir hatten stundenlange Freitag Abend Konversationen auf Whatsapp, haben uns über Filme unterhalten, über das Leben und darüber, was uns so beschäftigt. Selten habe ich mich mit jemandem von Anfang an so gut verstanden und so beschlossen wir schon nach kurzer Zeit, uns zu treffen. Ich muss ehrlich sagen, ich habe von dem Treffen gar nichts erwartet, außer vielleicht ein gutes Gespräch. Das gab es dann auch und wir waren einfach Spazieren und haben geredet. Mehr war da jedoch erst mal gar nicht. Für mich war dieser Mann fast schon in der Friendzone und die Tatsache, dass er mich gleich beim ersten Date küssen wollte und ich super awqward weggetaucht bin und ihn umarmt habe, weil ich mit der Situation so überfordert war, hat es nicht unbedingt besser gemacht. 

Er hat mich dann sogar direkt gefragt, ob er jetzt in der Friendzone ist und ich wusste selbst nicht so recht, wie ich antworten sollte.

Eigentlich war die ganze Sache für mich an dem Punkt also schon fast gelaufen, wäre da nicht der Deal, den Eileen und ich am Jahresanfang geschlossen hatten. Da wir beide nun schon super lange single sind und irgendwie nichts weitergeht, haben wir ausgemacht, dass wir ab jetzt jedem Kerl, der nicht direkt auf den ersten Blick ein totaler Vollpfosten ist, 3 Chancen geben.  Im Prinzip merkt man ja direkt in den ersten 10 Sekunden, in denen man einer Person persönlich gegenübersteht, ob da grundsätzlich Potenzial da ist, oder nicht. Und wenn man sich nicht von Anfang an denkt ‚auf keinen Fall!‘, sollte man der Sache vielleicht eine Chance geben. Ich habe mich also auf Date 2 eingelassen und das, obwohl diese Verabschiedung und der Fast-Kuss schon super seltsam waren. Aber hey, deal ist deal und total blöd fand ich ihn ja nicht, also ließ ich mich drauf ein. Unsere Gespräche waren außerdem so wahnsinnig gut, dass ich ihn allein schon deshalb wirklich gerne Wiedersehen wollte.

Vor Date 2 war ich dann irgendwie ziemlich durch den Wind. Ganz ehrlich: Mich hat noch nie zuvor ein Date so unglaublich gestresst. Ich habe davor einen (vielleicht auch 3) Drinks gebraucht, Eileen mein Leid geklagt und mich dann auf den Weg zu Location gemacht. Gott sei Dank habe ich mich erstaunlich schnell entspannt, als es dann soweit war und wir uns im Restaurant gegenüber saßen. Und wieder hatte ich das Gefühl, dass wir uns einfach unglaublich gut unterhalten können. Das passiert mir so wirklich selten mit Männern und es ist meiner Meinung nach sehr viel wert. Genug auf jeden Fall, um nicht mehr gestresst zu sein, ein drittes Date gerne in Erwägung zu ziehen und beim Abschied nicht awqward zur Seite wegzutauchen. Im Prinzip ist das ja genau das, was ich suche. Jemand, der mich zwischenmenschlich so überzeugt, dass es mir am Ende egal ist, ob er ‚meinem Typ‘ entspricht, oder eben nicht. Viele Dinge können Männer attraktiv machen.

An diesem Punkt mache ich einen kleinen Sprung, denn was darauffolgte, ist das, was wir alle zu Beginn einer Beziehung / Affäre (oder eben nicht) durchmachen und das, was ich jetzt tatsächlich seit Jahren nicht mehr hinbekommen habe. Wir haben uns gedatet und das ca 2 Monate lang regelmäßig. Wir haben zusammen gekocht, uns stundenlang in der Küche oder auf dem Balkon unterhalten, haben Filme gesehen, jede Woche die neue Game of Thrones Folge zusammen analysiert, gekuschelt usw. Also all das, was man eben so tut, wenn man sich mag und irgendwo ernstere Absichten hat. Dachte ich zumindest.

Zwischendrin wurde das mit den zuvor stundenlangen Konversationen auf Whatsapp weniger und teilweise bekam ich auch ein paar Tage lang keine Antwort. Ich habe mir darüber nicht so viele Gedanken gemacht, denn der Typ ist super busy und ich ja meistens auch, weshalb ich das eigentlich ganz angenehm finde, nicht ständig texten zu müssen. Außerdem ist das ja auch irgendwie normal, dass man irgendwann nicht mehr ganze Abende schreibt, vor allem wenn man sich dann auch persönlich sieht. Ich habe aber trotzdem gefragt, ob alles in Ordnung ist, denn irgendwie hatte ich schon ein komisches Gefühl bei der Sache und wir wissen ja alle: Wenn man schon so ein Gefühl hat, ist meistens etwas faul. Das trügt einen wirklich nur seeehr selten. Er hat mir versichert, dass von seiner Seite aus alles super wäre, er hätte nur sehr viel zu tun. Und ich sei irgendwie seltsam, weil ich ihn das frage… Ich habe das so stehen lassen und es akzeptiert, denn ich kenne das ja selbst auch. Außerdem bin ich so ganz grundsätzlich ein sehr verständnisvoller Mensch.

Wir haben uns also weiter gedatet und er hat sogar bei mir übernachtet. Wer mich kennt, der weiß, dass das ungefähr das größte Zugeständnis ist, das ich einem Mann machen kann, denn ich hasse es wirklich, mein Bett zu teilen. In diesem Bett hat davor tatsächlich noch kein Mann geschlafen, believe it or not, aber ich bin da wirklich konsequent. Einzig und allein meine Schwester darf da ab und zu drin übernachten, aber das wars’s. Ich habe ihm das auch gesagt. Ich habe ihm gesagt, dass ich das nicht einfach so mache, dass ich hier meine Grenze ziehe und das ich nicht bei jemandem schlafen möchte oder er bei mir, wenn ich für denjenigen nur eine ‚Tinderella’ bin. Schien er zu akzeptieren und ich habe akzeptiert, als er bei mir geschlafen hat, denn ich hatte ihm ja gesagt, was das für mich für ein großes Ding ist und schlussfolgerte daraus, dass es ihm grundsätzlich auch ernst war. Nach ca 6 Wochen kam dann also der Punkt, an dem ich irgendwie wissen wollte in welche Richtung die ganze Sache geht und versucht habe, das gute, alte Exklusivitätsgespräch anzuzetteln. Männer machen sowas ja von sich aus nicht (meistens zumindest) und ich wollte wenigstens wissen, ob wir exklusiv sind und dann sehen wohin die ganze Sache führt. Ich denke mal, ich spreche für die meisten Frauen, wenn ich sage, dass wir nicht so gerne mehrgleisig fahren, uns am liebsten auf eine Person konzentrieren, wenn wir jemanden gut finden und am Ende des Tages dann auch die Bestätigung brauchen, dass der Kerl es ähnlich sieht und ebenfalls bereit ist, sich insofern darauf einzulassen, dass er zumindest keine anderen datet. Von ‚Beziehung’ möchte ich an dem Punkt noch gar nicht sprechen, denn das wäre auch mir irgendwie zu schnell gegangen. Ich wollte einfach nur gerne wissen, woran ich bin.

Tja und was soll ich sagen, auf die Frage, ob ich denn nun weiter tindern oder es lassen soll bekam ich als Antwort:

„Das überlasse ich jetzt dir. Ich hab da wirklich kein Problem damit, wenn du auch noch andere hast. Ich bin da super entspannt. Aber grundsätzlich wärst du schon eine Frau, mit der ich eine Beziehung haben wollen würde.“

Definitiv nicht so ganz die Antwort, die ich hören wollte und definitiv etwas, was mich extrem zum Grübeln gebracht hat und mehr als nur eine ‚Red Flag’ war, trotz des zweiten Satzes. Ich hing mit dieser Aussage ziemlich in der Luft und wusste auch gar nicht mehr, was ich dazu sagen sollte. Ab da ging es dann auch irgendwie nur noch bergab. Er hat mir auf Whatsapp teilweise tagelang auf eine Frage nicht geantwortet, sich immer mit ‚Viel zu tun’ und ‚das ist bei mir eben so, das musst du akzeptieren’ rausgeredet. Und das obwohl ich ihm mehrmals gesagt habe, dass ich wirklich nicht ständig texten muss, es aber absolut nicht leiden kann, wenn man mich so ignoriert. Kurz zu sagen ‚Sorry bin gerade super busy, melde mich morgen.‘ sollte immer drin sein. 

Als er dann jedoch eines Tages sein Tinderprofil aufgemotzt und Berlin als zweite Base hinzugefügt hat, weil er da ab und an mal ist und wohl auch nach Frauen sucht, ist mir dann buchstäblich der Kragen geplatzt. Nicht unbedingt wegen diesem Rumgetrampel auf meinen Gefühlen, denn die hatte ich die ganze Zeit über weitesgehend im Griff, weil ich ja schon gemerkt habe, dass irgendwas nicht stimmt, sondern vielmehr wegen dieser Ignoranz. 

Wieso frage ich mehrmals nach, ob alles in Ordnung ist, gebe einem Mann mehr als eine Chance, mir zu sagen, dass es für ihn nicht passt und betone immer wieder, dass ich keine Lust auf Spielchen habe, man mit mir immer reden kann und ich einfach nur wissen will, was Sache ist? Ich habe ihm mehr als einmal gesagt, dass ich es nicht mag, wenn man mir drei Tage lang nicht antwortet. Dass ich Ghosting nicht leiden kann und dass mir Ehrlichkeit super wichtig ist. 

Nach dieser Tinder – Aufmotz – Aktion und nachdem er mir auch zu dem Zeitpunkt mal wieder drei Tage nicht auf eine Frage geantwortet hatte, konnte ich mich dann nicht mehr beherrschen und habe das getan, was ich wirklich sehr ungern tue: Ich habe ihm eine seitenlange Whatsapp Nachricht gedrückt. Normalerweise habe ich mich, was sowas angeht, echt im Griff und fresse meinen Ärger meist in mich rein, weil ich der Meinung bin, dass es nicht immer Sinn macht, ein Fass aufzumachen, aber zu dem Zeitpunkt war ich schon zu tief drin, um es dabei zu belassen und ihn mit der Ghosting Nummer einfach durchkommen zu lassen. Ich habe ihm also gesagt, dass ich nicht so ganz verstehe, an welchem Punkt hier einer von uns falsch abgebogen ist, dass ich offensichtlich bei ihm so gar keine Prio mehr habe und dass jemand, der in zwei Städten tindern kann, gar nicht sooo wenig Zeit haben kann. Also das ganze verletzte Frauen-Gezeter, bei dem ich mich eigentlich immer damit rühme, das nicht zu tun. Aber wie hat es Dariadaria vor Kurzem so schön auf Insta Stories gesagt: Wir Frauen dürfen wütend sein! Es muss endlich Schluss damit sein, dass uns unsere Emotionen und unser daraus resultierendes Verhalten abgesprochen wird. Wir Frauen sind nunmal emotional und vor allem wenn wir verletzt sind, werden wir auch mal scheiße wütend! Uns dann zu sagen ‚du bist seltsam’ ist wie in den 50ern, als emotionales Handeln bei Frauen unter ‚Hysterie’ fiel. Bei solchen Aussagen fällt mir echt nichts mehr ein… Vor allem wenn ein Mann sich schlichtweg nicht gut benimmt. 

Auf meine Mammut Nachricht folgte also erstmal wieder keine Antwort. Ich habe aber um ehrlich zu sein auch schon gar nicht mehr zeitnah mit einer gerechnet… Am nächsten Tag kam sie dann (eigentlich war das sogar schneller, als ich gedacht hätte) und er meinte, er sei froh, dass ich es anspreche und er wollte sich eh nochmal mit mir treffen, um mit mir zu reden. 

Liebe Freunde: Ich bin mir ganz sicher, dass er das nicht wollte. Ich bin mir ganz sicher, dass er einfach gehofft hat, dass ich sein Geghoste so hinnehme und aufgebe. Und im Normalfall hätte ich das auch getan, aber ich war es an dem Punkt einfach so leid, dass das rausmusste. 

Ich habe seinen Vorschlag, sich zu treffen, zunächst angenommen. Da ich dann jedoch auf meine Frage, wann wir uns treffen (ich wollte das logischerweise schnell hinter mich bringen und habe direkt den nächsten Tag vorschlagen) wieder ewig keine Antwort bekam und mich einen Sonntag lang in meinem Leid gesuhlt hatte, kam dann der Punkt, wo ich bereit war, meinen Frieden damit zu schließen. Und irgendwie wollte ich ihn auch gar nicht mehr treffen, denn ich hatte ja alles gesagt, was ich sagen wollte. Es wäre nur noch darum gegangen, mir seine Seite anzuhören und vielleicht wäre es fair gewesen, ihm diese Chance zu geben, aber da er in den letzten Wochen nicht besonders fair zu mir war, habe ich beschlossen, dass das irgendwie nicht sein muss. Wieso muss ich mir das nochmal geben, wo ich doch eigentlich alles gesagt hatte, was ich sagen wollte? Es hätte am Endergebnis eh nichts mehr geändert und Männer sind ja bekanntlich sehr gut darin, dann am Ende die Dinge so hinzudrehen, dass man sich als Frau schlecht fühlt. Ich war durch mit schlecht fühlen. Ich habe mich wegen der Sache schlecht genug gefühlt und wollte es einfach nur noch abhaken. Ich habe das Treffen also abgesagt, mich hingesetzt und diesen Text getippt. Und ja, vielleicht ist das feige, aber ich bin auch jetzt noch der Meinung, dass man sich nicht alles geben muss. Irgendwo ist Schluss. 

Jetzt ist es mir also auch passiert. Das typische – Mann verhält sich wochenlang so, als wäre man eh schon in einer Beziehung – und am Ende kommt dann ‚du bist es einfach nicht.’ Auch wenn er mir das so jetzt nicht gesagt hat, weil ich ihm die Chance dazu nicht mehr gegeben habe und auch wenn er keine Zahnbürste bei mir hatte, war es doch genau das. Und das ist genau das Verhalten, das wir Frauen wahrscheinlich einfach nicht verstehen können. Wir können nicht verstehen, warum ein Mann bei uns schläft, womöglich seine Zahnbürste bei uns deponiert, uns seinen Kumpels vorstellt (ja auch das habe ich mir gegeben und so krass habe ich meine Komfortzone wirklich lange nicht mehr verlassen), für uns kocht und mit uns kuscheln will und warum wir es dann am Ende doch nicht sind. Und leider bestärkt mich das wieder extrem in meinem verkorksten Verhalten, keinen zu nah an mich ranzulassen, keinen bei mir schlafen zu lassen und mich auf niemanden wirklich einzulassen, auch wenn ich weiß, dass es unterm Strich richtig war. Fühlte sich nur in dem Moment nicht so gut an…

Was ich daraus gelernt habe: Dating Trends sind einfach scheiße. Ghosting, Benching, Orbiting und wie sie alle heißen. Gefühlt wird das alles immer schlimmer und ich weiß nicht so recht, was man noch machen soll, um sich zu schützen, denn wenn ich eins nicht bin, dann ist es naiv oder leichtgläubig. Ich bin wirklich unglaublich vorsichtig, spreche es sofort an, wenn ich ein komisches Gefühl habe und gebe jedem Mann mehrmals die Chance, easy aus der Nummer rauszukommen, wenn er das will. Außerdem sage ich von Anfang an, dass ich keine Lust auf Spielchen habe und grundsätzlich auf der Suche nach etwas Festem bin. Trotzdem haben die meisten Männer irgendwie nicht die Eier, eine Sache zu beenden, obwohl sie schon wissen, dass das alles nur temporär ist und die Frau ihnen nicht wirklich was bedeutet. Wahrscheinlich finden sie es sogar schön, eine ‚feste’ Frau zu haben, mit der sie eben kuscheln, kochen und all das, aber für mehr reicht es aus irgendeinem Grund dann doch nicht. Ich finde das wirklich unglaublich feige, bin mir aber relativ sicher, dass sich da nichts ändern wird und ich befürchte auch, dass das nicht das letzte Mal sein wird, dass mir sowas passiert. 

Trotz allem denke ich auch, dass es gut war, mich mal wieder so auf etwas einzulassen, auch wenn ich schlussendlich damit auf die Schnauze gefallen bin. Vielleicht weiß das ja der nächste zu schätzen. Oder der Übernächste. Oder hoffentlich überhaut irgendwann mal wieder jemand. Ich finde die Sache mit den 3 Chancen gar nicht so dumm und denke, das werde ich beibehalten. Denn irgendwie kann man einen Menschen anhand eines einzigen Dates dann eben doch nicht einschätzen (außer vielleicht die, die man von Sekunde 1 an total blöd findet) und ich denke, es ist wichtig, den Dingen mehr Zeit zu geben und Männer besser kennenzulernen. 

Lina Kottutz, die ehemalige Queen of Männergeschichten, die jetzt einen Freund hat (Glückwunsch, aber wir werden deine Stories vermissen!) hat es letztens in ihren Instagram Stories trotzdem wieder auf den Punkt gebracht:

„Wenn etwas nicht von Anfang an mühelos und leicht ist, sondern man von Anfang an arbeiten und kämpfen muss, dann sollte man es einfach lassen!“

Und das ist verdammt schwer, denn wir Frauen neigen extrem dazu, uns die Dinge dann schön zu reden und es trotzdem zu versuchen. Ich hätte eigentlich nach meinem gescheiterten Exklusivitätsgespräch direkt ciao sagen müssen, aber ich habe mir halt auch eingeredet, dass er das jetzt nur so sagt, weil er mich nicht verschrecken will… Wir Frauen sind nunmal emotional und das trifft offensichtlich sogar auf mich Eisklotz zu. 

Abschließend kann ich nur sagen: An alle Mädels, die das auch schon durchhaben – I feel you! Ich weiß jetzt, wie das ist und es ist nun wirklich kein schönes Gefühl… Trotzdem geht das Leben weiter und um es nochmal mit Linas Worten zu sagen: Ich will sowieso niemanden, der mich nicht will. 

Das könnte dich auch interessieren:

Über teure Geschenke und unterschiedliche Gefühle... Transparenz: Unbezahlte Werbung / Anzeige. Ja das ist ein Sonntagstratsch. Und nein, er stammt nicht aus meiner Feder, sondern von Eileen. Normalerwe...
Über royale Hochzeiten und die Sinnhaftigkeit der ... Transparenz: Unbezahlte Werbung / Anzeige. Aus gegebenen Anlass und weil gestern in Großbritannien endlich mal wieder die Hochzeitsglocken läuteten, ...

Leave a Comment

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

  • Liebe Anja,
    ich verstehe total was du meinst und habe selbst in der Vergangenheit ein paar solcher „Beziehungen“ gehabt. Alles war wunderbar und hat sich angefühlt wie eine „Beziehung“ (ehrlich mal, es wäre NICHTS anders gewesen, wenn man einfach das Label „Beziehung“ auf uns geklebt hätte), nur ist bei diesem Wort jeder schreiend davon gelaufen, selbst wen ich es nur andeutete (jaja, das altbekannte Exklusivitätsgespräch).

    Irgendwann befand ich mich dann wieder in einem solchen Gespräch und es ging wieder aus wie immer. Dennoch hatte ich schon genug dieser Gespräche hinter mir, dass ich mir dachte „Okay, dann sehe ich es jetzt auch entspannt und wenn ich keine Lust mehr habe, lass ich es“. Wir haben uns also ca. 4 Monate noch weiter getroffen, bis tatsächlich eine Beziehung draus geworden ist. In genau einer Woche feiere ich mit diesem Mann unser 5-Jähriges und könnte glücklicher nicht sein 🙂

    Ich finde daher deinen Grundsatz super, dass du den Männern mehrere Chancen gibt, denn vom ersten Eindruck her kann man wirklich noch nicht allzu viel sagen. Es gibt viele Trolle (kann man das auch bei Beziehungen oder nur in Social Media sagen? :D) da draußen, aber hin und wieder verwandeln sie sich dann doch in jemand besonderen.

    Das wünsche ich dir und natürlich auch Eileen von Herzen 🙂 auf dass bald Schluss mit den ganzen Tinder-Dates sein kann 🙂

    Ganz liebe Grüße & noch schöne Pfingsten
    Rebecca

  • Jaja das leidige Beziehungsgespräch. Ich wurde gestern offiziell gedumpt im Botanischen Karten in Oslo saß ich nun schluchzend neben ihm. Ich wäre die netteste Frau gewesen die er jemals gedatet hat aber es sind keine Gefühle in ihm aufgekommen. Eigentlich hatte ich schon vorher ein schlechtes Bauchgefühl und beim letzten übernachten hat er auch nicht wirklich verborgen das er neben mir in einer Singlebörse Bilder anschaut. Naja nächstes mal höher ich auf mein Bauchgefühl und frage eher nach. Ich bin mir sicher das man schon nach wenigen Treffen entscheiden kann ob man Gefühle für eine Person hat oder nicht. Allerdings fand er es bestimmt toll als 55 jähriger von einer 39 jährigem gemocht zu werden. Weißer werden Männer auf jedenfall in Beziehungen mit dem Alter nicht.